Wein fotografieren




Ich liebe es Gläser zu fotografieren und soweit wie Möglich diese minimalistisch darzustellen mit "ein wenig  muss im Bild passieren". Um zu zeigen das das Fotografieren von Gläsern nicht so schwierig ist wie vielleicht angenommen habe ich mir eines der vier Weinfotografien aus meinem letzten Wein-Projekt ausgesucht.

Das Glas wurde an einem Stativ montiert und der schmale Reflex rechts am Glas mit einem schmalen Spiegel erzeugt. Für das Licht im Wein wird weiter links unten ein Blitz benötigt und für das Hauptlicht ein zweiter relativ mittig, alles hinter einem Diffusor als Gegenlicht positioniert. Auf das gut polierte und präparierte Glas wird noch ein kleiner Tropfen gesetzt und mit einem "Stubs" an das Weinglas die Wellen des Weines erzeugt. Jetzt Kamera auslösen und fertig. Im RAW-Konverter noch die Tonwerte und Farbtemperatur korrigiert und in Photoshop die letzten Sensorflecken entfernt, das war's.
Ok... so schnell wie sich das hier lesen läßt kann man es nicht mal eben fotografieren. Es benötigt  Vorbereitungszeit für das Glas, den Aufbau und auch für die Ausleuchtung bis alles so im Licht erscheint wie man es haben möchte. Die visuelle Belohnung ist dann aber garantiert.

Alle vier Fotos gibts auf www.stefanhutfilz.com im Bereich Food+Beverage.





Verpackung mit Making Off

Eine Lichtquelle, ein paar Aufheller und ein bisschen Zeit

Mehrfachbelichtung Teil 2



Sicherlich, da gibts das ein oder andere Bildbearbeitungsprogramm wo man mehrere Ebenen mit verschiedenen Verrechnungsmodies zusammenfügen kann. Das hat aber nichts mit Mehrfachbelichtung zu tun sondern mit zusammensetzen (composen, composing) von entwickelten Bildern. Eine Mehrfachbelichtung entsteht ja nun mal auf dem Film bzw. auf dem Chip und nicht im Bildbearbeitungsprogramm.
Grundsätzlich kann man mit jeder Kamera eine Mehrfachbelichtung ausführen. Einige Vorraussetzungen, betreffend der Kamera und dem Zubehör, sollten aber geschaffen werden.
Es sollte Möglich sein den Verschluss für eine bestimmte Zeit zu öffnen, über eine lange Verschlusszeit oder über Kabelauslöser mit Feststelltaste und entsprechender Einstellung an der Kamera (Bulb). Desweiteren muss ein geeigneter “Deckel” gesucht werden womit man das Objektiv abdecken kann (Dunkeltuch, schwarze lichtundurchlässige Kappe etc.). Mit der Kamera auf dem Stativ montiert kann es nun auch schon losgehen. “Deckel” auf das Objektiv, Kamera auslösen, zügig den “Deckel” vom Objektiv nehmen und dann das erste mal belichten und zügig “Deckel” wieder aufs Objektiv. Nun vor der Kamera “aggieren” (Das zu fotografierende Objekt umstellen, ändern, wegnehmen, ergänzen etc.) und anschließend wieder den “Deckel” vom Objektiv nehmen, ein zweites mal belichten und den “Deckel” zügig wieder aufs Objektiv. Nun Kameraverschluss wieder schliessen ( Über Kabelauslöser oder über Verschlusszeit). Fertig ist eine Zweifachbelichtung!






Und es funktioniert doch... die Mehrfachbelichtung.

In der Digitalfotografie eine Mehrfachbelichtung zu erstellen ist garnicht so schwer oder unmöglich wie so manch einer vielleicht denken mag. 
Zwei Bildbeispiele gibt es hier:
http://stefanhutfilz.blogspot.com/2011/06/konturen.html
http://stefanhutfilz.blogspot.com/2010/03/eine-flasche.html

Die unspektakuläre Flasche


Die Herausforderung, eine Flasche aus dem Getränkemarkt. Auf den ersten Blick relativ unspektakulär. Nach einigen Überlegungen war klar, weniger ist mehr. Also nur den oberen Teil fotografieren, den unteren Teil kann man sich ja denken. Im Hintergrund einen leichten Verlauf erzeugt und die Flasche von rechts mit einer Softbox beleuchtet. Links von der Flasche ein Abschatter. Nun noch den Inhalt aufhellen mit einem Spot von hinten..... Aber irgendwie fehlte doch noch das i-Tüpfelchen. So entschloss ich mich eine Blase mit viel Fingerspitzengefühl und ruhiger Hand in die Flasche zu setzen. Nach der RAW-Entwicklung wurden noch leichte Kratzer auf der Flasche entfernt und das war’s.

Heißgetränk



Heute mal ein Zweitschuss von einem gestrigen Job.
Heiß aussehen lassen was eigentlich schon kalt ist. Nach einigen Versuchen kommt dann der passende Dampf dabei raus. Noch ein Licht für den Hintergrund und eins von rechts als Hauptlicht, für die Tasse und den Dampf.

schwarze Dose


Anbei ein Foto vom letzten Wochenende.
Das Logo wurde aufgehellt und der Aufheller nachträglich entfernt. That's all.

Ring...Ring...


Eigentlich war es heute ja viel zu schön um die Zeit im Studio zu verbringen. Aber es mußte sein.
Inspiriert von den letzten Tagen und Büchern ging es fleißig weiter. Kamera einrichten, Hilfsmittel basteln, Licht ausrichten,..., da wundert man sich wie schnell die Zeit vergeht.

In einigen Hotels, Teil 2


Und so sah alles vorher aus, direkt aus der RAW-Datei entwickelt. Dann die Spiegelung angepaßt und einige "Seifenblasen" entfernt.
Der Lichtreflex, mit Photoshop, kam dazu. That's it!

In einigen Hotels...


...gibt es immer mal was zu entdecken. Hier z.B. wurden nicht nur (natürlich) die Handtücher gewechselt. Auch der Duschgelvorrat wurde immer wieder aufgefüllt. Da lässt sich doch mal das ein oder andere Fläschen mitnehmen!